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Exkursion 29.05. - 31.06. - Feste Metz Süd, St. Mihliel, Argonnen & mehr!

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Gast


Gast
Hallo,

morgen gehts mal wieder los.

Wir werden uns am 29.05. intensiver die dt. Stellungsbereiche zwischen Metz und Pont-á-Mousson östlich der Mosel (Vorpostenstellung) sowie die deutschen Kampfstellungen ab August 1914 ansehen, anschließend den franz. Stellungsbereich auf der Côte de Xon. Hiernach werden wir quer durch den Priesterwald fahren und die bei Vilcey-sur-Trey gelegenen dt. Quellen und Lagerreste aufsuchen. Sodann werden einen verwunschenen, in den 1920er Jahren aufgelassenen deutschen Soldatenfriedhof bei Thiaucourt bestaunen und abends im Etap in Verdun unterziehen.

Für Freitag ist geplant, das dt. Stellungssystem bei Vaux-les-Palameix und bis Seuzey zu erkunden (Kleinhenz-Eck, Ritterwald mit Minenkrieg etc.), anschließend die Reste der deutschen Stellungen westlich der Maas bei St. Mihiel zu suchen.

Samstags ist je nach Teilnehmerwunsch loses Wanderprogramm im Argonnerwald (II. Argonnenstellung) und/oder Dormois (bspw. Bois de Ville, Massiges, Langer Max bei St. Hilaire le Petit) geplant.

amigo

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Wir werden vermutlich ab morgen, DO 19.05. bis SO 01.06. dort in der Gegend sein. Unser Basislager befindet sich am Lac de Madine. Bei bedecktem Wetter werden wir auf Spurensuche gehen oder bei schönen sonnigen Wetter mal relaxen.

Gast


Gast
Ich hatte auch überlegt, dort auf den Campingplatz zu gehen. Mit dem Zelt ist das nachts aber noch ein wenig frisch.

amigo

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Ein weiteres "Basislager" für unsere Erkundungen wäre eventuell die "Auberge de la Pêche à la Truite" an der D109 kurz vor Seuzey. Aber das entscheiden wir erst morgen, mit unserem "Truppentransporter/mobilen Komandostand" sind wir ja flexibel. Vielleicht sieht man sich.

Gast


Gast
Ich werde genau auf Schweizer Dialekt achten!

Admin

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Admin
Ich wünsche Euch allen viel Spaß und Erfolg und bin etwas traurig, nicht dabei sein zu können!
Natürlich erwarte ich hier von allen Seiten einen ausführlichen Bericht!


_________________
Liebe Grüße

René

René Reuter - www.verdunbilder.de
http://verdunbilder.forumieren.com

7 Excursion 29.+30. Mai 2014 am Mo 2 Jun 2014 - 18:14

Uwe

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Hallo,
zuerst hoffe ich, daß bei Timo alles ok ist!

Dann beginne ich mal mit dem geforderten und auch nötigen Bericht:
Wettermäßig war es ideal, nicht zu warm und auch nicht kalt. Gleich zur Eingewöhnung führte uns Stefan eine schweißtreibende Anhöhe hinauf (la Cote bei Marieulles). Oben fanden wir ein großes, heideartiges Plateau mit diversen Bunkern und Gräben. Spannend war der mutmaßliche Grenzverlauf und die großartige Aussicht auf die Umgebung. Unser nächstes Ziel, doe Höhe "la Cote" bei Bouxieres sous Froidmont, war gut zu erkennen.

Dort angekommen, fanden wir in kürzester Zeit Dank Stefans genialem Handy verschieden Bunker wie den grauen Bären, die Schreibstube und andere. Leider konnten wir den Westphalenblick nicht finden, was mir insbesondere für Stefan leid tat, da er sich redlich abmühte, dieses Gebäude zu entdecken.

Nach einem kulinarischen Picknick ging es in den Priesterwald, wo ich besonders von der Klause des Père Hilarion beeindruckt war. Da war ich bestimmt nicht zum letzten Mal. Ebenso geht es mir mit dem aufgelassenen dtsch. Soldatenfriedhof bei Thiaucourt.

Danach war es Zeit, unser Ibis-Hotel in Verdun anzusteuern. Dort haben wir in direkter Nachbarschaft hervorragend gegessen und anschließend an der wildromantischen Feuertreppe des Ibis unser Feierabendbier getrunken.

Am folgenden Morgen gings straight ahead nach St.Mihiel und dort zu einem wilden, unscheinbaren Wäldchen. Dort wurde es wirklich spannend: Schwer zugänglicher Dschungel mit teilweise sehr gut erhaltenen Gräben und Stollen. Unsere Freunde Julian und Arthur wären begeistert gewesen. Stefan nannte das "Terra incognita". Leider wiesen fehlende Funde und viele Löcher darauf hin, daß hier miese Leichenfledderer mit ihren Sonden unterwegs waren! Wie auch immer, das war meine bisher beeindruckendste Tour.

Am Nachmittag war ein Rundgang und eine Gourmetbreak im Bois le Prètre angesagt. Nach einem Rundgang um die Minentrichter im Bois Mort Mare besuchten wir noch das zerstörte Dorf Remenauville wo wir uns dann verabschiedeten. Isabelle, Stefan und Oliver fuhren zurück nach Verdun, ich nach Hause.

Meine persönliche Bilanz ist absolut positiv. Die zwei Tage waren anstrengend, was m.E. auch dazugehört, aber deutlich 100 x spannender und interessanter als irgendein 14tägiger all inclusivegedöns-Urlaub. Außer den vielen Erlebnissen war es überwiegend die angenehme und freundschaftliche Gesellschaft von Isabelle, Oliver und Stefan, die diese Excursion für mich so unvergeßlich gemacht haben. Einen gewissen Anteil hat auch ein verd. Zeckenvieh, das ich am Abend von meinem Alabasterleib entfernte!

Stefan, bitte korrigiere eventuelle Fehler in den Ortsangaben - danke.



Zuletzt von MortHomme am Di 24 Jun 2014 - 8:28 bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet (Grund : Hallo, ich habe die Ortsangaben wie gewünscht etwas präzisiert. Ansonsten vielen Dank für den netten Bericht!)

Timo

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Hallo!
Man man, schöner Bericht Uwe! Da wäre ich gerne dabei gewesen! Leider war es aus diversen Gründen nicht möglich. Nur am Sa. konnte/durfte ich eine befreundete Familie übers zentrale Schlachtfeld führen. Ein einziger Dschungel, Unmassen Touristen und die sch.... Zecken. Das ist einfach nicht unsere Jahreszeit.......


_________________
Viele Grüsse
Timo        
petitdepot@panoramio

Gast


Gast
Von der Jahreszeit fand ich es sehr angenehm. Dort, wo jetzt Unterholz war, ist das entsprechend auch im Winter. Man muss halt etwas sorgfältiger die Ziele auswählen, dann geht das auch im Sommer. Offener, lichter Wald ist Mist, da wuchert das Grün am Boden. Nadelholz geht bestens, ebenso dichtere Waldbereiche. Da ist das auch im Sommer überhaupt kein Problem.

Nimm gegen Zecken sowas hier:

http://www.insektenspray.net/artikel-insektenschutz-de-insecticide2000--1004_._Insecticide_2000_05l_mit_Spruehkopf.html

Das gibts hin und wieder auch bei Aldi/Lidl zu günstigeren Preisen. Das kannst Du auf die Hose, Schuhe und Jacke sprühen, ggf. auch direkt auf die Haut. Es wirkt nur bei Kaltblütlern. Warum soll ich die Zecken erfolglos versuchen zu vertreiben, wenn ich sie töten kann?

Ein ergänzender Bericht zur Tour kommt bald ...

Eierschanze


Dank an Uwe für den hervorragenden Kurz-Bericht. Hat genau die Punkte getroffen. War eine
tolle Tour mit euch, die zwar nur 3 Tage gedauert hat, aber im Kopf viel länger haften bleibt.
So soll das sein !

Ich werde demnächst auch mal berichten, aktuell muss ich aber die nächste Fahrt vorbereiten.
Kommendes Pfingstwochenende geht es in den Bereich Pas de Calais.

amigo

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Bei uns fiel die Spurensuche flach. Wir waren zwar ab Donnerstag in der Gegend, aber starke Zahnschmerzen und die von einem Zahnarzt in St.Mihiel lbekommenen Medikamente liess uns die Tage ruhig am Lac de Madine verbringen. Von unserem Standplatz hatte ich wenigstens die Aussicht auf zwei Bunker/Unterstände und auf die Gedenkstätte "Butte de Montsec".

Das kommende Wochenende sind wir warscheinlich im Strassburger Raum, von Samstag, 07.06.2014 bis Montag, 09.06.2014, hat das Fort Großherzog von Baden-Frère bei Mittelhausbergen westlich Straßburg seine Tore geöffnet. Das Programm bietet wieder viel Abwechslung, viele Darstellergruppen und interessante Begegnungen: Hier der Link, wenn man darf:
http://www.fort-frere.fr/le-fort-frere-grossherzog-von-baden/ses-manifestations/136-pentecote-2014

Ich war bis jetzt noch nie da und haben es diesmal ins Jahresprogramm genommen. Ein Kollege meinte, der Besuch lohne sich. Bei der erwarteten Hitze wohl ein bisschen angenehmer und weniger schweisstreibend als die Hügel zu erklimmen.

Einen Dank an Uwe für den Bericht.

Der Gonzo


Moin Uwe


Ein wirklich toller Bericht!!
Wäre gern dabei gewesen. Vieleicht klapp es nächstes Jahr.



Gruß
Werner aus dem Harz





JulianJ

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Kann mich Werner und Timo nur anschließen, schade dass es nicht geklappt hat, gerade wenn man das mit den Stollen ließt  Sad  Gibts eigentlich schon zeitlich grobe Vorschläge für das nächste Forumstreffen?

Gast


Gast
So, dann will ich auch mal einen Bericht verfassen.

Getroffen haben wir uns auf dem kleinen Soldatenfriedhof in Féy. Von dort ging es über Marieulles vorbei an 16 in Reihe entlang der Straße gebauten Mun-Bunkern der Vorpostenstellung des südlichen Festungsgürtels um Metz zum Fuße der Höhe "la Cote" bei Marieulles.



Auf dieser langgestreckten Anhöhe finden sich viele Betonbauten, die in den Jahren 1904 - 1912 errichtet wurden und ebenfalls der Vorpostenstellung der Festung Metz zuzuordnen sind. Sie wurden im Krieg mit Gräben und Feldstellungen verstärkt und als Auffangstellung hinter der vorderen Linie genutzt.



Auf der Höhe findet sich ein leider unleserliches deutsches Denkmal, zu dem ich bislang keine näheren Infos habe finden können.



Nach dem Rundgang ging es weiter nach Bouxières-sous-Froidmont auf die dortige Höhe, die ebenfalls "la Cote" genannt wird. Dort waren wir nicht alleine, denn eine Christi-Himmelfahrts-Andacht hatte viele Gläubige angezogen. Wir begaben uns mit mehreren freundlich erwiderten "bonjour!" auf den Rundweg zu den meist in dichtem Unterholz gelegenen Weltkriegs-Anlagen. Nicht gefunden haben wir den Bunker "Westphalenblick", an dem wir auf Grund einer falschen Koordinate wenige Meter vorbeigelaufen sind. Ein Grund neben vielen, nochmals dorthin zu fahren. Die Bauten und Stellungen stammen allesamt vom LIR 30, das quasi den gesamten Krieg dort eingesetzt war.



Von dort ging es nach einem ausgiebigen Picknick weiter über den französischen Friedhof von Montauville quer durch den Priesterwald. Es ergab sich ein Zwischenstopp am Père Hilarion und eine unverhoffte Besichtigungsmöglichkeit des Hauses. Ein französisches Pärchen ließ uns herein und erzählte uns über die wechselvolle Geschichte. Im Keller wurde während der Kämpfe eine bei den Soldaten beliebte französische Grabenzeitung gedruckt.



Weiter ging es zum Croix des Carmes. Dort haben wir uns die nahegelegenen deutschen und französischen Stellungen angesehen, die in den letzten Jahren mit einem gesicherten Rundweg erschlossen wurden. Das Waldgebiet ist auf Grund der dort vorhandenen Überbleibsel und der sehr hart geführten Kämpfe allein mehrere Tagesausflüge wert. Es konnte nur ein erster grober Eindruck vermittelt werden.

Weiter ging es über die Ruinen von Feye-en-Haye zu einem aufgelassenen deutschen Soldatenfriedhof. Dort haben vor kurzem Restaurierungsrabeiten eines örtlichen Vereins begonnen, so dass er leider frisch zugemauert und mit einem Tor verschlossen war. Gleichwohl ergaben sich interessante Einblicke von außen über die Mauern und durch die Gitter des neuen Tores.

Von dort ging es ins Ibis Budget nach Verdun. Empfehlenswert ist in der Nähe ein neues Steakhouse mit 10 % Rabatt für Ibis-Kunden. Ich bin kein Freund von Hotel- oder Restaurant-Ketten, nur ist das vor Ort eine verträgliche Kombination, soweit man nicht ein exzessiveres Abendprogramm in der Stadt, bspw. im L´Estaminet, vorhat. Später haben wir dann auf dem Parkplatz des Hotels (etwas viel) Bier getrunken und den Tag mit seinen Eindrücken in netten Gesprächen ausklingen lassen. Uwe hatte diverse Flaschen Westveleteren 12 mitgebracht, die wir ehrfurchtsvoll genossen.

Am nächsten Morgen gab es mehrere Aktionen zur Auswahl. Wir entschieden uns für eine "Erstbesteigung", nämlich die Erkundung auch mir bis dato unbekannter, möglicher Reste deutscher Stellungen westlich St. Mihiel. Obwohl es zunächst nicht danach aussah und ich mir schon Gedanken über ein Alternativprogramm machte, fanden sich noch Stellungsreste, die, ähnlich der Situation im Bois Brulé, teilweise ausbetoniert und mit Backsteinen ausgemauert waren. Interessante Berichte über die Kämpfe in diesem Bereich finden sich bspw. in den Regimentsgeschichten KB 1. IR, KB 6. IR.



Ein Hinweis an die Metallsuch- und Schlachtfeldfleddererfraktion: Dort gibt es nichts mitzunehmen, sonst würde sich hier keinerlei Hinweis finden. Die Positionen liegen in unmittelbarer Nähe zu bewohntem und auch intensiv landwirtschaftlich genutztem Gebiet.

Die Sache entwickelte sich dort auf Grund des dichten, knorrigen Gestrüpps zu einem tagesfüllenden Programm. Irgendwann brachen wir das Unterholzgekrabbele ab. Weiter ging es gegen frühen Nachmittag mit einem Zwischenstopp in der Buchhandlung von St. Mihiel, die jedoch nichts bahnbrechend Neues bot, zum "Tranchée de Bavarois". Nach der hardcore-Urwaldtour war hier etwas leichtere Kost angesagt. Es lässt sich dort der deutsche Stellungsbau sehr gut nachvollziehen.



Anschließend gab es erneut ein ausgedehntes Picknick.

Hiernach fuhren wir zum Bois Mort Mare nördlich Flirey. Dort kam es zu massivem Minenkrieg. Wir erkundeten einen kleinen, interessanten Rundweg entlang einer Trichteransammlung.

Weiter ging es zu den Resten der Ortschaft Remenauville, die während der Kämpfe im deutschen Stellungsbereich unmittelbar in der vorderen Linie lag. Es findet sich dort ein Erinnerungspfad durch die ehemalige Ortschaft. Nach den vorherigen Ergebnissen des Tages zwar eher unspektakulär, ist dies für mich von der Stimmung aber stets ein besonderer Ort.

Hier verabschiedeten wir uns von Uwe, der, etwas unschlüssig, ob er es wirklich tun sollte, die Heimreise antrat. Wir restlichen Drei machten uns auf den Rückweg zum Hotel, auf dem wir einen kurzen Zwischenstopp an der Kirche von Woel einlegten. Abends gab es Papp-Burger am Kreisverkehr und anschließend etwas weniger Bier als am Vorabend.

Samstags stand für mich eigentlich eine D.E.A.-Vereins-Aktion auf dem Programm. Obwohl ich nicht sicher abschätzen konnte, ob sich das interessant entwickeln würde, waren Isabelle und Oliver bereit, mich dorthin zu begleiten. Wir fuhren also zur Höhe 285 in den Argonnen. Dort trafen wir neben dem Vereinsvorsitzenen Adi Buchner auf diverse weitere deutsche und französische Vereinskameraden, mit denen wir einen deutschen Schleppschacht der Minenkriegsanlage sowie einen Unterstand öffneten und näher inspizierten.


Vereinskamerad Schorsch ca. 5 m untertage in einem Unterstand beim Aufgraben einer Kammer mit bloßen Händen.

Mittags verabschiedete ich mich aus der Vereinsaktion, denn wir wollten uns noch einige Punkte in den Argonnen und westlich davon ansehen. Wir fuhren also weiter, zunächst zum Blinkstand Walhalla. Dort machten wir eine kurze Wanderung entlang der II. Argonnenlinie nach Westen bis zum Unterstand Kronprinz und über den ehemaligen Friedhof des PiB 20 zurück zu den Autos.

Anschließend fuhren wir zur Hand von Massiges beziehungsweise zu der Höhe, die die Deutschen Ehrenberg nannten, und erkundeten die Arbeiten des örtlichen Vereins zur Wiederherstellung des ehemaligen Stellungssystems. Ungeachtet der Frage nach der Autentizität des geschaffenen Grabenverlaufs entsteht auf dem Ehrenberg ein bemerkenswert plastisches Modell einer franzöischen Stellung. Ein jedes Mal, wenn ich die letzten Monate dorthin gekommen bin, waren weitere Abschnitte der Gräben hergestellt, zudem Stellen im Kalkgestein markiert, an denen deutsche und französische Gefallene bei den Arbeiten gefunden wurden.


Dieses "Schätzchen" stand Ostern noch an anderer Stelle am Wegsrand zwischen zwei "Fingern" des Höhenrückens. Jetzt kann man es unentschärft auf dem Ehrenberg bestaunen.

Nach diesem Besichtigungspunkt wollten wir uns so langsam in Richtung Heimat bewegen. Da sich wieder der Hunger bemerkbar machte, beschlossen wir, über Apermont fahrend einen geeigneten Picknickplatz zu finden. Der Gaskocher von Oliver und Isabelle verrichtete seine Dienste sodann am Blinkstand Mudra.



Nachdem Oliver das Innere des Blinkstandes noch ausgiebig inspiziert hatte, verabschiedeten auch wir uns voneinander und ich fuhr nach Hause.

Isabelle und Oliver sind wohl noch ein wenig auf den Spuren des Sgt. Alwin York, eines amerikanischen "Helden und Gentleman", bei Chatel Chehéry gewandelt, der mit seiner 9 mm Colt mehr als 30 deutsche Soldaten erschossen und mehr als 130 weitere gefangen genommen haben soll. Da ich mich mit dieser "Geschichte" bereits intensiver befasst hatte und dabei zu der Erkenntnis gelangt war, diesen Rundweg nicht ablaufen zu müssen, mag Oliver zu der Erfahrung Näheres berichten.

Abschließend: Eine wunderschöne Tour mit vielen neuen, unerwarteten Erkenntnissen und Erfahrungen. Gerne jederzeit mit allen Beteiligten wieder! An Isabelle und Oliver nochmals danke für die exzellente Verköstigung im Felde!



Zuletzt von MortHomme am Do 5 Jun 2014 - 9:09 bearbeitet; insgesamt 25-mal bearbeitet

Admin

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Admin
Hallo Uwe, hallo Stefan,
vielen Dank für die ausführlichen Schilderungen Eurer sehr spannenden und hochinteressanten Tour!


_________________
Liebe Grüße

René

René Reuter - www.verdunbilder.de
http://verdunbilder.forumieren.com

Timo

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Schöner Bericht Stefan!!
Ich scharre schon wieder mit den Hufen, wobei wir ja eigentlich noch unsere vorletzte Tour in den Argonnen komplettieren müssten! Ich sage nur "Stollen"!!!  Very Happy 


_________________
Viele Grüsse
Timo        
petitdepot@panoramio

amigo

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Danke für den Bericht, Stefan. Sehr interessant und auch hilfreich zum planen eigenen Exkursionen.

Admin

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Admin
Schöne Fotos hast du da in deinem Bericht noch eingefügt, danke für die Eindrücke!


_________________
Liebe Grüße

René

René Reuter - www.verdunbilder.de
http://verdunbilder.forumieren.com

Eierschanze


Stefan hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, so das ich mich im Grunde nur noch anschliessen kann und lediglich kleine Ergänzungen an den Mann/Frau bringen kann:

Zunächst mal eine kurze Vorstellung der Exkursionsteilnehmer:

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Ach nee, da hab ich mich wohl mit dem Bild vertan, wobei ich ausdrücklich den Part des Esels auf mich bezogen sehe  Very Happy 

Nein, da sind die Teilnehmer bei der äusseren Besichtigung des Hauses Pere Hilarion im Priesterwald. Die darauf folgende Möglichkeit das Haus von innen sehen zu können war dann ein weiteres Highlight.

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Quelle am Hilarion Haus

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Einige Worte noch zum Thema Massiges. Es ist bewundernswert was der dort tätige Verein alles leistet. Selbst als wir zu sonniger Samstag nachmittags Zeit dort eintrafen, wurde dort gearbeitet und zwar nach alter Väter Sitte mit Hacke und Schaufel und das bei einem ziemlich festen kalkhaltigem Untergrund

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Eierschanze


Dann noch die Ergänzung zum Sgt Alvin York Rundweg am Dörfchen Chatel Chehery.
Ist eigentlich ganz unspektakulär. Ein Weg der landschaftlich schön eingebettet in einem Talabschnitt liegt und sich offener Feldweg mit dunklem, manchmal steilem Waldweg abwechseln.
Der Pfad rekonstruiert die Stationen von Sgt. York und endet an einem Denkmal an der Stelle an der York
zunächst einen Bajonett Angriff abwehrte sowie ein deutsches MG ausschaltete.

York werden mehr als 132 deutsche Gefangene zugesprochen, durch deren Verlust, man höre und staune, die deutsche Verteidigung zusammenbrach und die Deutschen den Rückzug aus den Argonnen antreten mussten.

Ab welchem Punkt hier die Geschichte in den Bereich der Fabel-Welt abrutscht, überlasse ich jedem selber...

Den Weg kann man mal als "Spaziergang" gemacht haben, wobei ausser den jeweiligen Hinweisschildern keine weiteren Spuren der Kampfhandlungen erkennbar sind.

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Graben in welchem York mit seiner Colt dutzende deutsche Soldaten erschossen haben soll...

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Zuletzt von Steiner am Mi 4 Jun 2014 - 21:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Eierschanze


Mein Resumee der Tour fällt sehr positiv aus:

Neue, sehr nette Leute kennengelernt (DEA), Freunde wiedergetroffen (Uwe & Stefan) und tolle Tage verbracht. Wobei man zumindest am ersten Tag auch die Nacht und frühen Morgen mitzählen muss  drunken 

Aufgrund der angefahrenen Punkte, die es absolut wert sind weiter auskundschaftet zu werden und den  Stationen, die uns nebenbei noch auffielen, sollte dies nicht die letzte Tour gewesen sein.

Ich bin selten nach "nur" 3 Tagen nach Hause gefahren und der Meinung gewesen, viel länger vor Ort gewesen zu sein.

Gast


Gast
@ Timo:

Tunnel trifft es eher als Stollen bei ca 1 km Länge! Aber das wird keinesfalls vergessen.

@ Oliver:

Schöne Bilder!

23 Mai-Excursion 2014 am Do 5 Jun 2014 - 13:04

Uwe

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Hallo Ihr Drei!
Zwei wunderschöne Berichte, die sogar die Nichtbeteiligten mit größtem Interesse verfolgt haben werden.
Man spürt förmlich die frohe Erinnerung an diese Tage.
Oliver, Du hast vergessen, die Gesichter der eingangs dargestellten Teilnehmer zu verpixeln!

Grüße
Uwe

Gast


Gast
Ist ja auch eigentlich recht eindeutig, dass ich der Herr mit dem roten Kopf- und Brusthaar sowie der ansonsten blassen Erscheinung bin ...

Eierschanze


Das sieht mir aber eher wie ein aufgeklebtes Brust-Toupet aus. Das nächste Mal werde ich mal dran ziehen...  affraid 

Ich meine auch ein Wiehern aus der 2. Etage vernommen zu haben (Mönchsbier....?  drunken )

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